04.09.2017

Konferenz

„Der Große Terror in der Sowjetunion 1937-1938“

am 13. - 15. Oktober 2017 in der Evangelischen Akademie Villigst, Schwerte

Programm

 

Freitag, 13. Oktober 2017

15.30 Uhr:     Kaffee

16.00 Uhr:     Begrüßung der Teilnehmenden:

 Pfarrer Edgar L. Born

 Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Gilbert Gornig

16.30 Uhr:     Deportationen in der Sowjetunion 1917 - 1945

                      Vortrag und Gespräch: Dr. Dr. h. c. Alfred Eisfeld, Göttinger                               Arbeitskreis

18.00 Uhr:    Abendessen

19.30 Uhr:    Der Große Terror 1937-1938: Fragestellungen in der historischen Forschung Russlands

                     Vortrag und Gespräch: Prof. Dr. V. Kirillov, Nižnij Tagil

21.00 Uhr:    Abendsegen

Samstag, 14. Oktober 2017
8.00 Uhr:       Frühstück
9.30 Uhr:        Repressionen der 1930er Jahre in Belarus: eine strafprozessuale Sicht

                     Referent: Prof. Dr. V. Samaryn, Universität Minsk

10.15 Uhr:    Die Polnische Operation in der Ukraine

Referent: Dr. S. Kokin, Institut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften der Ukraine, Kiew

11.00 Uhr:    Kaffee- und Obstpause

11.30 Uhr:    Der „Große Terror“ in der UdSSR in der Historiographie des                        Urals

                     Referent: Prof. Dr. V. P. Motrevič, Universität Jekaterinburg

12.15 Uhr:    Aserbaidschan in den Jahren 1937-1938

                     Referentin: Prof. Dr. Eva-Maria Auch, Humboldt-Universität                                Berlin

13.00 Uhr:    Mittagessen       

14.30 Uhr:    Die „Kulaken-Operation“ in der Ukraine

Referent: Prof. Dr. Andij Kudrjačenko, Institut für Weltgeschichte der Ukrainischen Akademie der Wissenschaft, Kiew

15.15 Uhr:    Die „Deutsche Operation“ des NKVD in der Ukraine 1937-1938

                     Referent: Dr. Dr. h. c. Alfred Eisfeld, Göttinger Arbeitskreis

16.00 Uhr:    Kaffee und Kuchen

16.30 Uhr:    Kirche in der Verfolgung: die Rolle der Bibel beim Überleben der Gemeinden im Untergrund

Referent: Edgar L. Born, Ev. Akademie Villigst

17.15 Uhr:    Der Schmerz wandert mit aus. Aufarbeitung der Traumata bei Spätausgesiedelten

Referentin: Dr. Sabine Arnold, SinN-Stiftung Nürnberg

18.00 Uhr:    Abendessen

19.30 Uhr:    Sag du die Wahrheit, mein Kind! Der Terror im Spiegel russlanddeutscher Literatur

Referent: Edgar L. Born,Ev. Akademie Villigst

21.00 Uhr:    Abendsegen

Sonntag, 15.10. 2017

 

9.30 Uhr:      Propaganda und Manipulation im Zeichen des Großen Terrors. Die Berichterstattung der „Deutschen Zentralzeitung“ (Moskau) „Nachrichten“ (Engels)

Vortrag und Gespräch: Dr. Viktor Krieger, Universität Heidelberg

11.00 Uhr:     Kaffee und Obst

11.30 Uhr:     Säuberung der Säuberer: Verletzung der sozialistischen                                   Gesetzlichkeit

 Referent: PD Dr. Mark Junge, Universität Bochum (angefragt)

12.15 Uhr:     Podiumsgespräch mit den Referenten Auswertung und                                   Ausblick

13.00 Uhr:     Ende der Tagung

 

*

Meistens kamen sie nachts
Der Große Terror in der UdSSR 1937-1938
Vor genau 80 Jahren setzte in der ehemaligen UdSSR
der sogenannte ‚Große Terror‘ ein. Stalin reagierte auf
außen- und innenpolitische „Gefahren“. Ab Juli 1937
hat das Innenministerium der UdSSR (NKWD) auf vorherige
Beschlüsse der obersten Parteigremien Verhaftungswellen
gegen Kulaken, Gläubige, ukrainische
Nationalisten, sog. deutsche, polnische, japanische,
lettische, rumänische, koreanische, iranische, griechische,
bulgarische, mazedonische und andere Spione
und Diversanten eingeleitet.
In den letzten Jahren konnten unter anderem ukrainische,
deutsche, russische Wissenschaftler umfangreiches
Aktenmaterial des NKWD in Archiven der
Ukraine, Georgiens und zum Teil auch in Russland
einsehen und neue Erkenntnisse über den Umfang,
die Methoden und die Folgen der „Großen Säuberung“
und der Massendeportationen gewinnen.
Ziel der Konferenz ist es, Berichte über die Repressionen
des NKWD gegen einzelne Personengruppen
(„Linien“), insbesondere gegen Geistliche und aktive
Gemeindeglieder, gegen Kulaken, ethnische Gruppen
(deutsche, polnische u.a. nationale Linien), sowie
die Besserungsarbeitslager im Ural (Topographie des
GULAG) mit ausgewiesenen internationalen Wissenschaftlern
und Nachfahren der Opfer zu diskutieren
und diese aus Anlass des 80. Jahrestages der „Großen
Säuberung“ anschließend einer breiteren Öffentlichkeit
zugänglich zu machen.
Edgar L. Born,
Ev. Akademie Villigst
Dr. Alfred Eisfeld,
Göttinger Arbeitskreis

*

Tagungsnummer: 5022
Tagungsleitung:
Edgar L. Born,
Ev. Akademie Villigst
Tagungssekretariat (Anmeldung und Informationen):
Sabine Mathiak, Evangelische Akademie Villigst
Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte
Tel.: 02304 / 755-325, Fax: 02304 / 755-318
E-Mail:sabine.mathiak@kircheundgesellschaft.de
www.akademie-villigst.de
Tagungskosten pro Person (inklusive Tagungsgebühr):
Einzelzimmer m. Vollpension: 150,00 ¤ / erm. 75,00 ¤
Doppelzimmer m. Vollpension: 130,00 ¤ / erm. 65,00 ¤
ohne Übernachtung / Frühstück: 75,00 ¤ / erm. 40,00 ¤
Wir bitten Sie, die Tagungskosten bei Ankunft zu begleichen
(EC-Karte). Gegen Vorlage einer Bescheinigung erhalten SchülerInnen,
Auszubildende, Studierende bis 35 Jahren, BezieherInnen
von ALG I oder ALG II, Personen in Grundsicherung und in Freiwilligendiensten
(inkl. freiw. Wehrdienst) eine Ermäßigung. Die
Ermäßigung kann nur bei Teilnahme an der gesamten Tagung
gewährt werden.
Als Mitglied des Freundeskreises der Ev. Akademie Villigst erhalten
Sie 10 € Rabatt für diese Tagung. Bitte bei der Anmeldung
angeben.
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich frühzeitig an. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung
mit Anfahrtsbeschreibung. Bei einer Absage später als
2 Wochen vor Beginn wird eine Ausfallgebühr von 75 %, bei einer
Absage am Tag des Tagungsbeginns von 100 % berechnet.
Datenschutzbestimmungen, eine Anfahrtsbeschreibung und AGB
finden Sie unter: www.kircheundgesellschaft.de/das-institut
Tagungsort:
Ev. Tagungsstätte Haus Villigst
Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte, Tel. 02304/755-0
Internet:
Das Programm und das Formular für die Online-Anmeldung finden
Sie unter: www.kircheundgesellschaft.de/veranstaltungen/

03.09.2017




18.02.2016


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Veröffentlichung des Göttinger Arbeitskreises e. V. Nr. 522 erschienen:

Дело «Национального союза немцев на Украине» 1935-1937 гг.: документы и материалы. Київ, 2016. 608 C.

Gerichtsverfahren gegen den „Nationalen Verband der Deutschen in der Ukraine“ 1935-1937: Dokumente und Materialien. Kiev, 2016. 608 S.

In den Sammelband fanden Dokumente aus den Beständen des Staatlichen Facharchivs des Sicherheitsdienstes der Ukraine Eingang, die Aufschluss über die Umstände bei der Fabrikation des „Falls“ des sogenannten „Nationalen Verbandes der Deutschen in der Ukraine“, die Verurteilung seiner „Mitglieder“, bei denen es sich hauptsächlich um Vertreter der Nomenklatura auf Rayon-, Gebiets- und Republikebene sowie um Funktionäre handelte, die in den 1920er und 1930er Jahren in der UdSSR in staatlichen Stellen mit der Arbeit in der deutschen Bevölkerung befasst waren, sowie über deren postume Rehabilitierung geben.

In dem Sammelband wurden 114 Dokumente aus der Zeit zwischen 1922 und 1944 veröffentlicht: Autobiografien, Beschlüsse, Memoranden, Anweisungen, Verhörprotokolle von Angeklagten, Anklageschriften, Stenogramme von Gerichtsverhandlungen, Urteile, Berufungsanträge; Briefe von Verwandten und Angehörigen der Verurteilten mit Bitten um Rehabilitierung, Stellungnahmen von Kollegen, gerichtliche Entscheidungen etc. Im Mittelpunkt stehen zwei thematische Blöcke von Dokumenten zu kollektiven „Fällen“: zum Fall der „Odessaer Filiale“ und zum Fall der „Führungsgruppe“ des sogenannten „Nationalen Verbandes der Deutschen in der Ukraine“.

Das gemeinsame Forschungsprojekt des Göttinger Arbeitskreises e. V. mit Herrn Prof. Dr. O. Rublov vom Institut für Geschichte der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.

Die Drucklegung wurde von der Dr. Walther Liebehenz-Stiftung, Göttingen, bezuschusst.

Der Band kann ab Mitte März zum Preis von 30,00 € zzgl. Versand bestellt werden.



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PREISSENKUNG Veröffentlichung des Göttinger Arbeitskreises e. V. Nr. 481:

Ченцов Виктор Васильевич: Трагические судьбы. Политические репрессии против немецкого населения Украины в 1920-е – 1930-е годы. Москва: Готика 1998. 207 С. 5-7834-0027-0 : € 9,50 новая цена: 7,00 € + пересылка

Čencov, Viktor Vasilevič: Tragičeskie sudby. Političeskie repressii protiv nemeckogo nasele-nija Ukrainy v 1920-e – 1930-e gody. Moskva: Gotika 1998. 207 S. ISBN: 5-7834-0027-0 : € 9,50 NEU: 7,00 € zzgl. Versand


3.12.2014

Textsammlung zur Geschichte und Kultur der Deutschen in Kasachstan


Auf Initiative der Assoziation der gesellschaftlichen Vereinigungen der Deutschen Kasachstans "Wiedergeburt" wurde eine Konzeption für die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit in Kasachstan erarbeitet. Darin findet sich an prominenter Stelle ein vom Göttinger Arbeitskreises e. V. eingebrachtes Projekt wieder. Mit einer Textsammlung zur Geschichte und Kultur der Deutschen Kasachstans im Kontext der Geschichte Kasachstans sollen die wechselvolle Geschichte der deutschen Minderheit, die von 63,5 Tausend vor dem Ersten Weltkrieg bis auf ca. 960 Tausend (1989) angewachsen war und gegenwärtig ca. 180 Tausend Personen zählt, chronologisch und systematisch dargestellt werden. Die von Wissenschaftlern aus Kasachstan und Deutschland zu erarbeitenden Texte sollen mit Dokumenten, Illustrationen und einer Literaturliste ergänzt werden. Damit soll einer breiten russischsprachigen Leserschaft in Kasachstan, der GUS und in Deutschland die Beschäftigung mit einem wenig bekannten Kapitel der deutschen Geschichte in Asien, die zugleich Teil der Geschichte Kasachstans ist, ermöglicht werden. Die Gesellschaft "Wiedergeburt" hofft damit einen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen und zur Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz der Deutschen Kasachstans in ihrem multiethnischen und multireligiösen Umfeld leisten zu können.


Die Projektleitung wird vom Göttinger Arbeitskreis e.V. wahrgenommen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Innern.


30.1.2014

N E U E R S C H E I N U N G

Der Göttinger Arbeitskreis: Veröffentlichung Nr. 521.
Im Verlag „Donbass“, Ukraine, ist das in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Archiv des Gebiets Nikolaev erarbeitete Werk

Немцы Николаевщины. 1918 - 1931 гг. Аннотированный реестр дел.

Die Deutschen der Region Nikolaev. 1918 – 1931. Annotiertes Findbuch. Hrsg.: Alfred Eisfeld, wiss. Redaktion: Olga Eisfeld, Verf.: Maryna Melnik.


mit einem Umfang von 822 Seiten erschienen.

Bei der Erstellung des Findbuchs wurden 2056 Akten aus 55 Aktenbeständen des genannten Zeitraums gesichtet. Themenrelevante Dokumente wurden in 1000 Akten aus 47 Aktenbeständen gefunden. Es handelt sich um Aktenbestände der Verwaltung des Gouvernements Nikolaev, der Verwaltungen mehrerer Bezirke, Rayons und Ortschaften mit deutscher Bevölkerung sowie um Revolutions- und Dorfarmenkomitees, Wehrersatzämter, und Dorfsowjets. Die Akten wurden gesichtet und beschrieben, der Inhalt der Dokumente kurz annotiert. Damit wird der Zugang zu diesen Akten wesentlich erleichtert.

Das Findbuch ist, wie auch die überwiegende Anzahl der Dokumente, in russischer Sprache verfasst. Es hat einen Umfang von 822 Seiten. Das Namensregister (86 Seiten) und das geografische Register (22 Seiten) machen das Auffinden benötigter Informationen leichter. Die Orientierung wird durch ein Inhaltsverzeichnis in russischer und deutscher Sprache erleichtert.

Das Findbuch kann beim Göttinger Arbeitskreis e. V. zum Preis von 25,00 € zuzüglich Versandkosten bestellt werden.

02.09.2013

Vorbereitung einer Konferenz zum Thema "Identität und Integration" 2014 in Zusammenarbeit mit der Assoziation zur Erforschung der Russlanddeutschen (Moskau), Veranstaltungsort: Deutschland. Das Programm wird demnächst hier bekannt gegeben.